Kassensicherungsverordnung Gastronomie – Warum Gastronomen jetzt handeln sollten


Gastronomen stehen häufig im  Fokus von Finanzämtern. Gerade deshalb, ist es wichtig einmal mehr Vorsicht walten zu lassen, insbesondere in Hinsicht auf die Kassensicherungsverordnung. Alles was du jetzt beachten musst, erfährst du in unserem für die Gastronomie spezialisierten Blog-Beitrag.

Bitte beachte, der folgende Artikel bezieht die Nichtaufgriffsregelung/ Nichtbeanstandungsregelung bereits mit ein.

Wen betrifft die Kassensicherungsverordnung?

Die Kassensicherungsverordnung betrifft alle Besitzer bzw. Nutzer eines elektronischen Kassensystems. Wenn du eine sogenannte „offene Ladenkasse“ benutzt ist diese Verordnung für dich nicht relevant.

Aber: Gerade Gastronomen sind im besonderen Fokus von Finanzämtern. Auch bei dir kann selbstverständlich das Finanzamt unangemeldet vorbei kommen. Die „offene Ladenkasse“ ist ferner komplex zu führen, über das eigentliche Kassenbuch, zum zusätzlichen Kassenberichtsheft und natürlich sollte deine Buchführung/ Kassenführung nachvollziehbar sein.

Was ist der Hintergrund? Warum wurde die Kassensicherungsverordnung erlassen?

Die Kassensicherungsverordnung beruht auf dem „Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen“. Hierbei geht es insbesondere um die Vermeidung von Manipulationen. Gab es früher häufig Kassensysteme, welche nach Erstellung des Z-Bons sämtliche gemachte Tagesumsätze gelöscht hat, ist dies bereits seit 2017 nicht mehr erlaubt. Solche Kassensysteme dürfen daher nicht mehr genutzt werden. Aber auch das Löschen von Umsätzen bzw. die Stornierung, ohne dass diese für das Finanzamt nachvollziehbar ist, sind nicht rechtmäßig.

Wann tritt die Verordnung in Kraft? Was hat es mit der Nichtbeanstandungsregelung auf sich?

Die Kassensicherungsverordnung tritt per 01.01.2020 in Kraft. Doch nicht nur Gastronomen, sondern die über 2 Millionen Kassen in Deutschland rechtmäßig umzustellen, stellt insbesondere für kleine- und mittelständische Betriebe eine große Herausforderung dar. Ferner wurden die technischen Spezifikationen für die TSE, also die Technische Sicherheitseinrichtung erst sehr spät veröffentlicht.

Daher wurde in der letzten Sitzung der Bund-Länder Arbeitsgruppe eine Nichtaufrgriffsregelung bzw. Nichtbeanstandungsregelung bis zum 30. September 2020 beschlossen. Dies soll Betrieben mehr Zeit geben, sich auf die neuen Regelungen einzustellen.

Die Einzelheiten hierzu werden demnächst in einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums veröffentlicht. helloCash wird dich selbstverständlich auf dem Laufenden halten.

Was bedeutet das für mich als Nutzer der helloCash-Gastro-Kasse?

Wir von helloCash garantieren dir ein Kassensystem das selbstverständlich mit dem geltenden Recht in Einklang ist. Daher arbeiten wir ständig, neben technischen Innovationen, Sicherheitsupdates natürlich auch alle rechtlichen Änderungen in dein Kassensystem ein.

So arbeiten wir seit Monaten bereits an der Integration aller Regelungen der Kassensicherungsverordnung und halten dich natürlich auf dem Laufenden. Trage dich gerne auch in unseren Newsletter ein, sodass wir dich noch schneller erreichen können.

Du bist noch kein helloCash-Kunde? Dann lass uns das hier ganz schnell ändern. Mit unserem kostenlosen Kassensystem kannst du direkt starten und für alle, die mehr Funktionen und Leistungen brauchen, haben wir mit unseren Medium, sowie Premium-Kassensystem die passende Lösung. Übrigens unser Gastro-Kassensystem wird ständig erweitert, du kannst also gespannt sein.

Gibt es Ausnahmen von der Kassensicherungsverordnung?

Aufgrund der bereits angesprochenen Nichtbeanstandungsregelung besteht die Möglichkeit, dass es hier etwaige Änderungen gibt. Vom jetzigen Stand aus gesehen (09/2019) sind elektronische (Gastro-) Kassensysteme ausgenommen, die im Zeitraum zwischen dem 25. November 2010 bis zum 31.12.2019 angeschafft wurden. Jedoch gilt dies nur für GoBD-konforme Registrierkassen, welche bedingt durch ihre Bauart nicht umrüstbar sind.

Denkbar sind hier physische Kassen, die beispielsweise nicht per Software-Update oder Hardware aufgerüstet werden können. Bei sogenannten Cloud-Kassensystemen (wie iPad-Kassen, Tablet-Kassen, PC-Kassen etc.), ist dies unserer Auffassung nach nur schwer zu begründen.

Wenn du hier Zweifel hast, setze dich bitte mit deinem Kassenanbieter sowie Steuerberater und / oder Finanzamt in Verbindung.

Für alle anderen Bauart bedingt nicht aufrüstbaren Kassensysteme, gilt eine Ausnahmeregelung bis einschließlich 31.12.2022. Weitere Informationen findest du auch im  BMF-Schreibens vom 26.11.2010 (GDPdU/ GoBD).

Welche Regelungen beinhaltet die Kassensicherungsverordnung?

  1. Einführung einer „Technischen Sicherheitseinrichtung für elektronische Kassen“
  2. Datenübermittlung an das Finanzamt mit einer einheitlichen Schnittstelle
  3. Belegausgabepflicht, dies kann in Papierform (Bon) oder auch elektronisch (mit vorherigen Einverständnis deines Gastes) erfolgen
  4. Jede elektronische Kasse muss beim Finanzamt angemeldet werden. Hier galt eine Frist bis zum 31.01.2020, jedoch wird auch hier die Nichtbeanstandungsregelung zum 30.09.2020 greifen. Wir halten dich auf dem Laufenden.

Was hat es mit der Belegausgabepflicht auf sich?

Generell besteht nunmehr die Pflicht für jede Transaktion einen Beleg an deinen Gast auszuhändigen. Alles was du zur Belegpflicht ab 2020 beachten musst kannst du hier nachlesen.

Technische Sicherheitseinrichtung? Was ist das?

Die technische Sicherheitseinrichtung, auch kurz TSE genannt ist eines der Kernstücke der Kassensicherungsverordnung. Die TSE sorgt sozusagen dafür, dass alle Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung auch eingehalten werden. Sprich, dass unter anderem keine Buchung gelöscht oder geändert werden kann. Auch Fehler (die natürlich passieren können) aber auch Stornos werden durch diese, richtig und in zeitlicher Reihenfolge dargestellt.

Das Finanzamt kann dadurch den Verlauf aller Transaktionen nachvollziehen. Die Implementierung der technischen Sicherheitseinrichtung erfolgt durch deinen Kassenanbieter und ist spätestens bis zum 30.09.2020 (Nichtbeanstandungsregelung) abzuschließen. Gerade du als Gastronom solltest aber Nichts auf die lange Bank schieben, denn gerade Bargeld-intensive Betriebe stehen häufig unter besonderen Fokus der Finanzbehörden.

Alles Weitere zur technischen Sicherheitseinrichtung kannst du in unserem Blogpost nachlesen.

Ich brauche eine neue Gastro-Kasse. Auf was sollte ich achten?

Manchmal kann man nicht warten und selbstverständlich kannst du dir bereits jetzt eine neues Gastro-Kassensystem anschaffen. Wichtig ist dabei:

  • Achte darauf das deine Gastro-Kasse GoBD-konform ist
  • Die Kasse sollte nachrüstbar sein,  u.a. für die technische Sicherheitseinrichtung.
  • Ein Bondrucker sollte dabei sein. Der Nachteil bei physischen Kassen mit eingebauten Bondrucker ist, wenn dieser kaputt geht, ist das ganze System nicht mehr brauchbar. Versuche einen externen Bondrucker zu erwerben.
  • Überlege dir, was du tatsächlich brauchst. Beispielsweise Funkbonieren mit einem Tablet oder Smartphone.
  • Ändert sich dein Menü häufig? Dann empfehlen wir dir ein Cloud-Kassensystem, wie helloCash, bei welchem du mit wenigen Klicks neue Speisen und Getränke hinzufügen kannst.
  • Wechselt dein Personal doch häufiger? Dann spare dir die Zeit immer wieder neue Mitarbeiter schwerlich anlernen zu müssen und setze auf einfache Gastro-Kassensysteme. Mit einem Tablet kann fast jeder umgehen.
  • Achte auf die Kosten. Ein gutes Gastro-Kassensystem muss nicht teuer sein. Wir von helloCash, beweisen das tagtäglich mit unserer Premium-Gastro-Kasse für wenig Geld.

 

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