Das droht dir mit der Kassensicherungsverordnung!


Als Unternehmer hast du immer wieder mit neuen rechtlichen Regelungen rund um dein Geschäft zu tun. Und je schneller das Jahr 2019 voranschreitet, umso wichtiger wird eine neue Verordnung, die „Kassensicherungsverordnung“. Was hat es damit auf sich? Was musst du beachten? Warum ist ignorieren und aussitzen keine gute Idee? Und warum du dir als helloCash-Kunde keine Sorgen machen musst. All das erfährst du in diesem Blog-Post.

Was ist die Kassensicherungsverordnung- KassenSichV?

Die Kassensicherungsverordnung basiert zunächst auf dem „Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen“. Hintergrund des Erlasses, des Gesetzes und in der Folge auch der Verordnung ist die Vermeidung von nachträglichen Manipulationen an einer Registrierkasse. Sprich, Umsätze und Rechnungen werden einfach im Nachhinein storniert bzw. gelöscht – sprich manipuliert, obwohl ein Umsatz generiert wurde.

Folglich geht es vereinfacht gesagt dazu, jegliche Manipulationen unmöglich zu machen.

Ab wann und für wen gilt die Kassensicherheitsverordnung?

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass die Kassensicherungsverordnung für alle elektronischen Kassensysteme gilt und diese bis zum 31.12.2019 umgerüstet werden müssen.

Welche Übergangsregelungen gibt es?

Glücklicherweise wird es Ausnahmen bzw. Übergangsregelungen geben, so sind elektronische Kassensysteme die nach dem 25. November 2010 bis zum 31.12.2019 angeschafft wurden, ausgenommen. Diese dürfen ihre Kasse nach jetzigen Informationen, laut Bundesfinanzministerium bis einschließlich 31.12.2022 verwenden. Zu beachten ist jedoch, dass dies nur für GoBD-konforme Kassen gilt, sowie dass diese bauartbedingt nicht aufrüstbar sind (das kann im Detail schwer nachweisbar sein). Alle Anforderungen sind im BMF-Schreibens vom 26.11.2010 (GDPdU/ GoBD) festgehalten.

Was bedeutet das für mich als helloCash-Nutzer?

Als helloCash-Kunde bist du auf der sicheren Seite. Einerseits hast du bereits jetzt eine GoBD-konforme Kasse und kämst damit etwaige in den Genuss der Übergangsregelung, andererseits warten wir nur noch auf die konkreten Auslegungen und integrieren sämtliche Regelungen der Kassensicherungsverordnung in deine helloCash-Kasse und informieren dich über alle notwendigen Schritte.

Was regelt die Kassensicherungsverordnung im Detail?

  1. Einführung einer „Technischen Sicherheitseinrichtung für elektronische Kassen“, auch TSE genannt.
  2. Datenübermittlung an das Finanzamt über eine einheitliche Schnittstelle
  3. Für jeden Geschäftsvorfall ist nunmehr ein Beleg zu erstellen und auch auszuhändigen (Belegausgabepflicht).
  4. Jede elektronische Kasse muss dem Finanzamt gemeldet werden.

Was ist eine Technische Sicherheitseinrichtung für elektronische Kassen?

Die technische Sicherheitseinrichtung für elektronische Kassen hat vereinfacht gesagt die Aufgabe, die „Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung“ (GoBD) umzusetzen. So besagen die GoBD unter anderem, dass Buchungen nicht gelöscht werden dürfen (früher radiert) und alle Buchungen, so auch Fehler und Stornos sachlich und in der richtigen, zeitlichen Reihenfolge nachvollziehbar sein müssen.

Die Sicherheitseinrichtung sorgt sozusagen dafür, dass keine Buchungen/ Zahlungsvorgänge/ Umsätze/ Transaktion verändert oder gelöscht werden können. Damit kann das Finanzamt sämtliche Buchungsvorgänge vollständig nachvollziehen. Stornos sind natürlich weiterhin möglich, werden aber so auch als eigene Buchung vorgenommen.

Du als helloCash-Nutzer musst dir dazu weniger Gedanken machen, da bereits heute deine Buchungen bzw. Umsätze im Hintergrund, im Kassenbuch ordnungsgemäß hinterlegt werden.

Aus was besteht eine technische Sicherheitseinrichtung?

 Eine technische Sicherheitseinrichtung besteht aus 3 Bestandteilen:
  • Sicherheitsmodul – dieses stellt sicher, dass sämtliche Kasseneingaben bereits mit dem Beginn protokolliert werden. Damit wird sichergestellt, dass diese später nicht mehr einfach gelöscht werden können.
  • Speichermedium – Sämtliche Daten werden hier im Rahmen der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist gespeichert.
  • Einheitliche digitale Schnittstelle – Damit die Datenübertragung für Prüfzwecke bzw. der Export auch klappt, bedarf es der Schnittstelle.

Aus was besteht eine Transaktion im Sinne der Kassensicherungsverordnung?

Vielleicht fragst du dich, was enthält eigentlich die Aufzeichnung einer Transaktion? Die Kassensicherungsverordnung sieht dabei folgendes vor:

1. den Zeitpunkt des Vorgangbeginns,

2. eine eindeutige und fortlaufende Transaktionsnummer,

3. die Art des Vorgangs,

4. die Daten des Vorgangs,

5. die Zahlungsart,

6. den Zeitpunkt der Vorgangsbeendigung oder des Vorgangsabbruchs,

7. einen Prüfwert sowie

8. die Seriennummer des elektronischen Aufzeichnungssystems oder die Seriennummer des Sicherheitsmoduls.

Muss ich mir wegen der Kassensicherheitsverordnung eine neue Kasse anschaffen?

Eine klare Antwort: Jein. 😉 Solltest du deine GoBD-konforme Kasse , 25. November 2010 angeschafft haben bzw. noch vor dem 31.12.2019 darfst du diese Kasse, auch ohne technische Sicherheitseinrichtung noch nutzen. Das aber maximal bis Ende 2022 und Bedingung hierfür ist, dass deine elektronische Kasse nicht nachrüstbar ist.

Bei helloCash brauchst du dir keine Sorgen machen, wir helfen dir selbstverständlich und sorgen dafür, dass deine Kasse rechtskonform ist.

Was muss ich jetzt beachten, wenn ich mir erstmals eine elektronisches Kassensystem anschaffen will?

Grundsätzlich solltest du darauf achten, dass deine Kasse nachrüstbar ist. D.h. dein Kassenanbieter sollte garantieren, dass er die technische Sicherheitseinrichtung auch implementieren kann. Wir können natürlich nicht für Andere sprechen, aber helloCash garantiert dir selbstverständlich die Implementierung der Sicherheitseinrichtung.

Was bedeutet Belegausgabepflicht im Sinne der Kassensicherungsverordnung?

Ab 2020 sind generell Belege bzw. Bons an den Kunden auszuhändigen. D.h. es gibt keine Wahlmöglichkeit mehr. Allerdings besteht die Möglichkeit, wenn der Kunde zustimmt, dass ein elektronischer Beleg an den Kunden versandt wird. Wir von helloCash bieten dafür beispielsweise den Rechnungs- bzw. Bonversand per WhatsApp-Nachricht an. Mit unseren Mietangeboten für Bondrucker haben wir bestimmt auch für dein Budget das passende Angebot.

 

Ausnahmen von dieser Regelung sind schriftlich beim zuständigen Finanzamt zu beantragen.

Kassenmeldepflicht? Was ist das?

Sämtliche Kassensysteme in deinem Unternehmen müssen ab 2020 dem Finanzamt gemeldet werden. D.h. du hast maximal einen Monat Zeit um deine Kasse anzumelden.

Für 2020 gilt der Stichtag für den 01.01.2020, alle Kassen die jetzt noch in Betrieb sind, müssen spätestens am 31.01.2020 gemeldet werden.

Muss mein Kassensystem zertifiziert sein?

Nein, der Gesetzgeber hat keine Zertifizierung von Kassensystemen vorgesehen. Gleichwohl aber muss die technische Sicherheitseinrichtung zertifiziert wurden sein.

HelloCash bietet dir selbstverständlich nur eine zertifizierte Sicherheitseinrichtung an.

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